Bundestagsabgeordneter Stefan Schmidt im Gespräch: Wie geht es der Waldnaab?

Foto: Büro Stefan Schmidt

Die Hitzewellen haben dramatische Auswirkungen auf unsere Gewässer, die
Folgen für die Natur sind gravierend. Der Bundestagsabgeordnete Stefan
Schmidt hat sich zusammen mit Fachleuten vom Wasserwirtschaftsamt, den
Gewässernachbarschaften, dem Naturpark „Nördlicher Oberpfälzer Wald“ sowie
dem Zweckverband „Steinwald-Allianz“ und den Grünen Neustadt an der Waldnaab
bei einer Wanderung entlang der Waldnaab hinauf zur Fichtelnaab über den
Zustand der beiden Gewässer ausgetauscht.

Vor allem den Fischen geht es wegen Hitze, Trockenheit und Stress nicht mehr
gut. Forellen bekommen z.B. ab 22 Grad Wassertemperatur lebensbedrohliche
Probleme, auch Flussperlmuscheln sind gerade akut bedroht.

„Die Fichtelnaab wird auch stark wirtschaftlich genutzt. Auf 26 Kilometern
Fluss reihen sich 18 Kraftwerke zur Stromgewinnung. Die Staubereiche der
Kraftwerke verlangsamen die Fließgeschwindigkeit nochmal deutlich. Das ist
bei diesem Extremwetter problematisch“, erklärt der Grünenpolitiker.

Generell erreichen die beiden Gewässer bei der amtlichen Bewertung des
ökologischen Zustandes die Zustandsnote „mäßig“, also die mittlere von fünf
Zustandsnoten.
Beide leiden auch unter den Folgen der Kohleverbrennung aus früheren Tagen.
Die Schadstoffe (z.B. Quecksilber) aus dieser Zeit führen auch heute noch
zur amtlichen Beurteilung des chemischen Zustandes „nicht gut“.

„Gewässer wie die Waldnaab und die Fichtelnaab brauchen z.B. mehr
Beschattung durch Bäume und Sträucher am Ufer. Wir müssen Bächen und Flüssen
wieder Raum geben und es braucht Auenlandschaften, damit unsere Gewässer
widerstandsfähiger werden“, so Schmidt weiter. Angesichts der Gefahr für
viele Fischbestände braucht es mobile Belüftungsanlagen für Gewässer mit
akutem Sauerstoffmangel und Alarmpläne für alle Gewässer in Bayern, wie es
die Grünen im Bayerischen Landtag diese Woche mit dem Antrag „Alarmstufe Rot
für Bayerns Gewässer“ fordern.

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