„Hitzeschutz rettet Leben“: MdL Laura Weber fordert, Menschen besser vor Hitze zu schützen

Foto: Elisabeth Hütter

Hitze gilt als eines der größten klimabedingten Gesundheitsrisiken. Anlässlich des bundesweiten Hitzeaktionstags fordert die Grünen-Landtagsabgeordnete Laura Weber deutlich mehr Anstrengungen, um die Bevölkerung vor Hitze zu schützen: „Hitzeschutz ist kein Luxus, sondern ein zentraler Teil der öffentlichen Gesundheitsvorsorge und rettet im Ernstfall Leben.“

Extreme Hitze sei kein Ausnahmeereignis mehr, so Weber. Hitzewellen dauerten länger, würden intensiver, und in immer mehr Nächten kühle es kaum noch ab. „Dadurch heizen sich Gebäude, Straßen und Plätze immer stärker auf. Das ist eine Gefahr für viele Menschen – besonders für Ältere, Kinder, Schwangere, Pflegebedürftige und Menschen mit Vorerkrankungen.“

Das gelte vor allem für Städte und Ballungsräume mit ihren versiegelten Flächen und dem dadurch entstehenden Hitzeinseleffekt. Weber wörtlich: „An heißen Tagen erleben wir immer wieder, wie wichtig schattenspendende Bäume, kühlende Grünflächen und ausreichend Trinkwasserangebote sind. Außerdem brauchen wir kühle Rückzugsorte, die den Menschen Schutz bieten, wenn ihre Wohnungen überhitzen.“

Sie verweist auf die Verantwortung des Freistaats. Viele Kommunen verfügten nicht über die personellen und finanziellen Mittel, um notwendige Maßnahmen in ausreichendem Umfang umzusetzen: „Die Söder-Regierung lässt die Städte und Gemeinden beim Hitzeschutz weitgehend im Stich. Dabei braucht es gerade jetzt eine verlässliche und langfristige Finanzierung für Hitzeaktionspläne, Baumpflanzungen, Stadtbegrünung, Entsiegelung, Trinkwasserangebote, Verschattung und kühle Rückzugsorte. Wer hier zu wenig investiert, setzt die Gesundheit der Menschen aufs Spiel.“

Besonders kritisch sei die Situation in Einrichtungen für besonders vulnerable Menschen. Neben baulichen Maßnahmen brauche es hier auch organisatorische Vorsorge: „Die Staatsregierung lässt Schulen, Kitas, Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen beim Hitzeschutz weitgehend allein. Gesundheits-, Pflege- und Sozialeinrichtungen müssen aber verbindlich eingebunden und ausreichend finanziert werden, damit sie besonders gefährdete Menschen wirksam schützen können.“

Gleichzeitig verweist Weber auf positive Beispiele: „Viele Städte und Gemeinden gehen schon mit gutem Beispiel voran.“ Regensburg mit seiner besonders heißen Innenstadt will den Neupfarrplatz mit Sprühnebel kühlen. Würzburg hat ein Hitze-Telefon eingerichtet. Augsburg hat ein Programm aufgelegt, das wohnungslosen Menschen Trinkwasser und kühle Rückzugsorte bereitstellt. München will heuer noch auf 115 kostenlose Trinkwasserspender aufstocken.

„Von solchen Maßnahmen brauchen wir mehr“, sagt Weber, „aber das geht nur, wenn der Freistaat sich endlich seiner Verantwortung stellt. Die Frage ist nicht, ob weitere Hitzewellen kommen, sondern wie gut wir darauf vorbereitet sind. Deshalb darf die Staatsregierung beim Hitzeschutz nicht länger hinterherlaufen.“