Die OTH Amberg-Weiden belegt in einer deutschlandweiten Rangliste zum Frauenanteil an den Professuren den drittletzten Platz. Für die Grünen-Landtagsabgeordnete Laura Weber ein bestürzender Umstand, der deutlich macht, wie wichtig nach wie vor die spezielle Förderung von Frauen in der Wissenschaft ist. Umso unverständlicher sei, dass die Staatsregierung ausgerechnet das bayernweite Stipendienprogramm zur Frauenförderung zurücknehmen wolle. Zusammen mit der Grünen-Landtagsfraktion fordert sie mit einem
Haushaltsantrag, die geplanten Kürzungen zurückzunehmen.
Der extrem geringe Frauenanteil an Professuren an der OTH Amberg-Weiden von gerade einmal 12,7 Prozent ist für Weber besonders bitter. Die Umweltingenieurin war selbst Frauenbeauftragte ihrer Fakultät Maschinenbau/Umwelttechnik (MB/UT) und als solche an den Berufungsverfahren beteiligt; sie weiß, wie sehr die Hochschule sich bemüht hat, Frauen zu berufen. „Das zeigt nur, wie notwendig das Stipendienprogramm weiterhin ist“, so Weber. Denn auch bayernweit liegt der Frauenanteil bei Professuren erst bei 26 Prozent.
Ähnlich äußert sich Julia Post, die frauenpolitische Sprecherin der Landtags-Grünen: „Die Staatsregierung ist durch das Hochschulinnovationsgesetz verpflichtet, auf die Parität bei Professuren hinzuarbeiten und Frauen in der Wissenschaft zu stärken. Bis hier Gleichstellung erreicht ist, ist es noch ein weiter Weg. Dass jetzt bei einem zentralen Instrument der Gleichstellung gekürzt werden soll, ist ein fatales Signal.“ Und auch die Wissenschafts- und Hochschulpolitische Sprecherin, Verena Osgyan, stößt in dasselbe Horn: „Gute Bedingungen in der Wissenschaft sind ein Standortfaktor. Hierzu gehört auch ein aktives Hinarbeiten auf die Gleichstellung.“