Grünen-MdL Weber fordert höhere Zuschüsse für öffentliche Schwimmbäder

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Die Städte und Gemeinden brauchen für ihre öffentlichen Schwimmbäder nicht weniger, sondern mehr Geld. Das Sonderprogramm Schwimmbadförderung (SPSF) müsse daher ausgebaut werden, fordert die Weidener Grünen-Landtagsabgeordnete Laura Weber. Immerhin wurden damit in den vergangenen Jahren Bäder in der Oberpfalz mit rund 8,3 Millionen Euro gefördert und in ihrem Bestand erhalten, neben anderen das Schätzlerbad in Weiden und das Hockermühlbad in Amberg.


Von den 867 öffentlichen Schwimmbädern in Bayern gelten 452 – mehr als die Hälfte – als sanierungsbedürftig. Um die Mängel zu beheben, müssten die Städte und Gemeinden knapp zwei Milliarden Euro in die Hand nehmen. Dies geht aus einer Einschätzung der Bayerischen Staatsregierung nach einer Befragung unter den Kommunen hervor.


Die Landtags-Grünen wollen dem Sanierungsstau mit einem Ausbau des Schwimmbadförderprogramms (SPSF) begegnen und beantragen allein für dieses Jahr 20 Millionen Euro mehr. „Wir dürfen nicht weiter zuschauen, wie unsere Bäder den Bach runter gehen. Sie sind essenziell für den Schwimmunterricht an Schulen, für Schwimmkurse, für Rehasport und für die Arbeit unserer Wasserrettungs-Organisationen. Die Städte und Gemeinden können die Last längst nicht mehr alleine tragen“, so Laura Weber, Sprecherin für Verbraucherschutz der Grünen-Landtagsfraktion.


Gänzlich kontraproduktiv seien Pläne der Staatsregierung, das Sonderprogramm Schwimmbadförderung Ende 2026 auslaufen zu lassen. Freibäder wie in Windischeschenbach und Grafenwöhr (Landkreis Neustadt/WN) oder das Waldbad in Sulzbach-Rosenberg gebe es vielleicht schon nicht mehr, wäre deren Sanierung nicht durch das Sonderprogramm gefördert worden. Weber fordert, die Finanzierung des Sonderprogramms mindestens bis 2028 sicherzustellen.