Regensburger Frauenplenum

FrauenMachtPolitik! war das Motto des Regensburger Grünen Frauenplenums.
Im gemütlichen Ambiente des Dry Fruit-Ladens in der Glockengasse kamen Ende April viele Grüne Frauen zusammen. Grüne Amts- und Mandatsträgerinnen erzählten von ihren Erfahrungen in der Politik.

„Als Expertin kann ich im Landtag unserer Bildungspolitik meinen Stempel aufdrücken“, freut sich MdL Anna Toman, schulpolitische Sprecherin der Grünen im Landtag. Sie bemerkt, dass zu einer Kandidatur auch immer die Möglichkeit dazugehöre, nicht gewählt zu werden, empfiehlt aber: „Überlegt nicht zu lange, macht es einfach!“

Maria Simon informierte über die Arbeit als Stadträtin. Als besonders positiv erlebt sie die Möglichkeit, die Lebensbedingungen hier in Regensburg mitgestalten zu können, wie zum Beispiel die Verbesserungen für den ÖPNV durch den Stadtbahn-Beschluss. Die vielen Erfolge und die vertrauensvolle Zusammenarbeit innerhalb der grünen Fraktion verstärkt ihre Motivation für ihren umfangreichen Einsatz. Stadtrats-Fraktionsvorsitzende Margit Kunc schildert anschaulich, wie sich die Haltung der Parteien gegenüber Frauen geändert hat. „Der Umgangston hat sich zumindest diesbezüglich gebessert“.

„Es ist besonders wichtig, dass wir Frauen, besonders wir jungen Frauen, Banden bilden und uns gegenseitig unterstützen“, betont die Landessprecherin der Grünen Jugend Bayern, Mirjam Körner. Junge Frauen in exponierten Positionen seien heute unglaublichen Angriffen ausgesetzt. Deshalb sei es wichtig, sich immer wieder gegenseitig zu bestärken.

Tina Winklmann, Bezirksvorsitzende der Oberpfälzer Grünen, hält zum Abschluss des Podiums ein flammendes Plädoyer für mehr Frauenpower in der Politik: „Wir sollten die Entscheidungen nicht den Männern überlassen. Denn jede von euch hier im Raum, jede Einzelne, hat etwas zu sagen!“

Auch die Organisatorinnen sind mit den Ergebnissen des Abends sehr zufrieden. „Es war ein guter und lebhafter Austausch“, meint Helene Sigloch, Sprecherin des AK Frauen der Regensburger Grünen. Sie möchte die Ideen für neue Veranstaltungsformate aufgreifen, mit denen hoffentlich bisher unterrepräsentierte Gruppen besser eingebunden werden können. Die gewonnenen Erkenntnisse will der AK Frauen nun auswerten und dann umsetzen.

Um mehr Frauen in politische Ämter zu bekommen, braucht es vor allem politische Maßnahmen, erklärt die Vorsitzende der Regensburger Grünen, Theresa Eberlein: „In vielen Parlamenten und Räten auf allen Ebenen ist der Frauenanteil erschreckend niedrig.“ So ist der Frauenanteil im Bundestag nach der letzten Wahl auf unter ein Drittel gefallen, im Bayerischen Landtag ist gerade mal ein Viertel der Abgeordneten weiblich. „Deswegen brauchen wir auch ein Wahlsystem, das Gleichberechtigung ermöglicht. Die Grünen haben dazu vor wenigen Wochen erst ein Paritätsgesetz in den Bayerischen Landtag eingebracht.“ Dafür und für weitere Maßnahmen hin zur Gleichberechtigung wollen sich die Grünen auf allen Ebenen engagieren, so Eberlein.

(PM vom 19.05.)

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