Ausfahrt Traunfeld – Große Nachteile für Mensch und Natur

Stellungnahme des Aktionsbündnisses „Autobahnausfahrt Traunfeld – Nein Danke“:

Mitglieder des Aktionsbündnisses fürchten massive Nachteile und Belastungen der Bürgerinnen und Bürger in Traunfeld, Deinschwang,Pilsach, aber auch in Trautmannshofen. Ihnen liegt das Verkehrsgutachten für die notwendigen Aus- und Neubaumaßnahmen, die im Zuge der geplanten Autobahnausfahrt „Traunfeld“ notwendig wären, vor.
Große Flächen der notwendigen Aus- und Neubaumaßnahmen liegen in Landschaftsschutzgebieten, in Biotopen und Flachbiotopen, kritisiert die Sprecherin Sigrid Schindler, Bund Naturschutz.

Nachdem die Umgehung für Traunfeld vom Tisch ist, müssten die Durchgangsstraßen von Traunfeld, Deinschwang und wohl auch von Pilsach deutlich an Breite ausgebaut werden, falls man an der Ausfahrt festhält, so Gabriele Bayer, Sprecherin, Grüne. Dies sehe das Verkehrsgutachten vor, das der Landkreis Neumarkt in Auftrag gegeben hat, so Bayer. Es gibt in Bayern nicht wenige Gemeinden, die von solchen Straßen förmlich geteilt wurden, so Bayer weiter.

Hans-Jürgen Gerstner, Sprecher Aktionsbündnis, ÖDP, kritisiert den immensen Flächenverbrauch, der diese Ausfahrt „Traunfeld“ mit sich bringen würde. Die Ausfahrt liege auch viel zu nah an der Ausfahrt Alfeld. Die niedrigen Verkehrszahlen seien keine Begründung für die Ausfahrt, die Vorteile für die Region und die Bevölkerung sind nichts als „Spekulation und Augenwischerei“. Nachdem der Landkreis Nürnberger Land die Ausfahrt Traunfeld abgelehnt hat, sollte auch die Marktgemeinde Lauterhofen die Ausfahrt Traunfeld ablehnen, so Gerstner.

Die SprecherInnen des Aktionsbündnisses „Autobahnausfahrt Traunfeld – Nein Danke“ kritisieren auch die Vorgehensweise im Markrat Lauterhofen und im Kreistag. Immer wieder wurde das Thema Ausfahrt verschoben, bei der letzten Marktratssitzung, im Dezember, in den nichtöffentlichen Teil „gedrückt“.
Und auch bis heute gibt es immer noch keinen Termin für eine schon seit Monaten versprochene Infoveranstaltung mit Bürgermeister und Landrat für die Bürger von Traunfeld. Das kann nicht mehr mit Mangel an passenden Terminen erklärt werden, das ist Missachtung der betroffenen Bevölkerung. Die BürgerInnen und Bürger wurden nicht wirklich gut und zeitnah informiert und eingebunden. Transparenz und Bürgernähe sehen anders aus, so die SprecherInnen.
Wertvolle Steuergelder sollten für wirklich wichtige Dinge, wie Pflege, Bildung, Prävention, Gesundheit und sinnvolle Strukturprojekte ausgegeben werden, so Bezirksrätin Gabriele Bayer.

 

(PM vom 16.01.)

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