Walter Schöberlein

Baumaßnahmen in Regensburg und Kastl

Der Haushaltsausschuss des Landtags hat in seiner heutigen Sitzung die Kosten für den Neubau von 114.000.000 € beschlossen. „Das ist eine gute Entscheidung für den Universitätsstandort Regensburg“, freut sich Jürgen Mistol, der stellvertretende Vorsitzende der grünen Landtagsfraktion.

Die westlichen Naturwissenschaften auf dem Universitätscampus, die Gebäude Biologie, Vorklinikum, Physik und Mathematik wurden in den Jahren 1968 bis 1971 errichtet und sollen nun nach mehr als 40 Jahren intensiver Nutzung generalsaniert werden. Die Sanierungen müssen bei laufendem Lehr- und Forschungsbetrieb stattfinden, so dass der erste Baustein, der Neubau eines Ausweichgebäudes für die Biologie, den Auftakt der Sanierungskette darstellte. Dieser Neubau ist 2014 in Betrieb gegangen. Das damit frei gezogene Biologiegebäude steht nun für das Vorklinikum zur Verfügung. Im Rahmen einer Wirtschaftlichkeitsuntersuchung wurden die beiden Varianten Generalsanierung und Abriss/Neubau gegenübergestellt. Aus wirtschaftlichen Gründen erfolgte die Entscheidung für die Variante Abriss/Neubau, aufgrund von Flächeneinsparungen und dem geringeren Kostenrisiko. Nach dem Abriss der alten Biologie und dem Neubau des Vorklinikums sollen dort neben einem Hörsaal und einem Lesesaal das Institut für Anatomie mit den Lehrstühlen Anatomie I und Humananatomie, das Institut für Physiologie mit den Lehrstühlen Physiologie I und Medizinische Zellbiologie, das Institut für Biochemie mit den Lehrstühlen Biochemie I und Biochemie III und das Institut für Biophysik mit dem Lehrstuhl für Biophysik II untergebracht werden. Darüber hinaus sind die Sondernutzungsbereiche Elektronenmikroskopie, Massenspektroskopie, Botanischer Garten und Radionuklidlabore vorgesehen.

(PM vom 26.10.)

 

Der Haushaltsausschuss des Landtags hat in seiner heutigen Sitzung die Kosten für die erste Teilbaumaßnahme des Umbaus der Klosterburg Kastl in Höhe von 8.600.000 € beschlossen. „Endlich kann es losgehen“, freut sich Jürgen Mistol, der stellvertretende Vorsitzende der grünen Landtagsfraktion. Lange genug wurde um eine Neunutzung der Kastler Klosterburg gerungen. Die Klosterburg Kastl, eine der ältesten Benediktinerabteien im Norden Bayerns, die im Jahr 1103 im Bereich der in das 9. Jh. zurückgehenden Burg gegründet wurde, ist zuletzt in der Zeit von 1958 bis 2006 als „Ungarisches Gymnasium“ genutzt worden. Seitdem stand die Klosterburg leer. Dass nun künftig die Außenstelle vom Fachbereich Polizei der HföD die Gebäude nutzen soll, ist für alle Seiten eine sinnvolle Lösung, meint Jürgen Mistol. Denn aufgrund des starken Stellenzuwachses bei der Bayerischen Polizei und der damit verbundenen dauerhaft erforderlichen hohen Einstellungszahlen wird es in der HföD in Sulzbach-Rosenberg eng. Deswegen muss jetzt zügig mit den Baumaßnahmen begonnen werden. Geplant ist eine stufenweise Belegung der Klosterburg Kastl ab Herbst 2019. In einem ersten Schritt werden ab September 2019 60 neue Unterkunftsplätze im ehemaligen Mädcheninternat der Klosterburg Kastl bereitgestellt. Der Unterrichtsbetrieb wird weiterhin in Sulzbach-Rosenberg stattfinden. In einem zweiten Schritt werden mit der Sanierung der übrigen Gebäudeteile der Klosterburg die weiteren Unterkünfte sowie die erforderliche Hochschulinfrastruktur zur Verfügung stehen und der Studienbetrieb in der Klosterburg wird mit Abschluss der zweiten Umbaumaßnahme aufgenommen werden können. Die Gesamtbaumaßnahme betragen voraussichtlich rund. 37,4 Mio. €.

„Durch die Nutzung der Klosterburg Kastl als Hochschulstandort kann der langjährige Leerstand des denkmalgeschützten Gebäudekomplexes endlich beendet werden“, freut sich Jürgen Mistol. Er hofft, dass die Klosterburg dadurch eine langfristige Nutzungsperspektive erhält.

(PM vom 26.10.)

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