Kampfjetabsturz

Ein Jahr ist seit dem F-16-Absturz nahe Kirchenthumbach vergangen. Hierzu die Pressemitteilung von Jürgen Mistol und Stefan Schmidt aus dem vergangenen Monat und ein Artikel aus dem Onetz:

Elf Monate nach dem Absturz eines US-amerikanischen Kampfjets zwischen Engelmannsreuth und Kirchenthumbach ist die Absturzursache weiterhin unbekannt. Das ergab eine Anfrage der Bundestagsabgeordneten Doris Wagner aus München auf Initiative der Oberpfälzer Grünen.

Die Abgeordnete, die für die bayerischen Grünen Mitglied des Verteidigungsausschusses ist, hatte nach Alter, Absturzursache und Schadenssumme gefragt, nachdem die Bundestagsfraktion im Herbst letzten Jahres auf die Ergebnisse laufender Untersuchungen der US Air Force vertröstet worden war.

Nun teilte die Bundesregierung mit, dass die Untersuchung weiter andauere und auch das Alter und der technische Zustand der abgestürzten Maschine noch betrachtet und bewertet werden müsse. Doris Wagner stellt die Antwort nicht zufrieden: „Der Absturz hat mit rund einer Million Euro großen Schaden angerichtet. Umso wichtiger ist es, rasch für Klarheit zu sorgen, und sicher zu gehen, dass das Risiko für weitere Zwischenfälle so gering wie möglich ist“, fordert die Abgeordnete. Direkt nach  dem Absturz war unklar, ob auch Rettungskräfte Schäden erlitten haben. Immerhin habe die Maschine vor dem Absturz Zusatztanks abgeworfen, wodurch offensichtlich der giftige Raketentreibstoff Hydrazin ausgetreten sei.

Der Oberpfälzer Bezirksvorsitzende Stefan Schmidt fordert, dass sich die Bundesregierung stärker an den Ermittlungen beteiligt: „Wenn fast ein Jahr nach dem Absturz noch immer keine Ursache festgestellt wurde, ist es offensichtlich nicht ausreichend, der US Air Force freie Hand bei der Flugunfalluntersuchung zu lassen.“ Der Landtagsabgeordnete Jürgen Mistol erneuerte seine Forderung, auf Übungsflüge mindestens so lange zu verzichten, bis die Ursache des Unfalls restlos geklärt sei. Die Bundesregierung hatte das mit Verweis auf „etablierte Verfahren zur Genehmigung von Übungsflügen ausländischer Streitkräfte“ abgelehnt. Schmidt und Mistol zeigten sich enttäuscht: „So etabliert können die Verfahren kaum sein, wenn man fast ein Jahr nach einem Absturz noch nicht einmal das Alter der Maschine kennt.“

(PM vom 13.07.)

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